Vorschule - Musikunterricht für Kinder

Musikunterricht für Kinder im Vorschulalter.

Kinderkurse am Nachmittag, aktualisiert am 24. Mai 2017

Christburger Straße 45
UnterrichtstagKurszeitAlterFreie PlätzeLehrer
 Montag 16:15 – 17:00 5 – 8 Jahre Percussion Kaveh Jaryani
 
 Dienstag 15:30 – 16:15 3,5 – 4 Jahre 3 freie Plätze Sabine Döring
 Dienstag 16:30 – 17:15 4,5 – 5 Jahre ausgebucht Sabine Döring
 
 Mittwoch 15:30 – 16:15 2,5 – 3,5  Jahre 2 freie Plätze Sabine Döring
 Mittwoch 16:30 – 17:15 5 Jahre 2 freie Plätze Sabine Döring
Käthe-Niederkirchner-Str. 9
UnterrichtstagKurszeitAlterFreie PlätzeLehrer
 Donnerstag* 16:00 – 16:45 2,5 – 3,5 Jahre 1 freier Platz Yelka Wehmeier
 Donnerstag 16:45 – 17:30 4 – 5 Jahre 1 freier Platz Yelka Wehmeier
Familienzelt in der Schönfließer Str. 17
UnterrichtstagKurszeitAlterFreie PlätzeLehrer
Donnerstag16:15 – 17:003 – 4 Jahre4 freie PlätzeAnat Cohavi
Donnerstag17:05 – 17:505 – 6 Jahre7 freie PlätzeAnat Cohavi
Christburger Straße 45
UnterrichtstagKurszeitAlterFreie PlätzeLehrer
 Donnerstag* 15:30 – 16:15 1 – 2 Jahre 5 freie Plätze Sabine Döring
 Donnerstag 16:30 – 17:15 5 – 6 Jahre 2 freie Plätze Sabine Döring
 
 Freitag* 17:15 – 18:00 2 – 3 Jahre 5 freie Plätze Kaveh Jaryani
Schönfließer Straße 18
UnterrichtstagKurszeitAlterFreie PlätzeLehrer
 Freitag* 15:30 – 16:15 4 Jahre 4 freie Plätze Sabine Döring
 Freitag 16:30 – 17:15 5 – 6 Jahre 2 freie Plätze Sabine Döring

* = Eltern mit Kind

Meldet Euch bitte vorher bei uns an. Sollten unsere Kinderkurse ausgebucht sein, starten wir bei entsprechenden Voranmeldungen neue Kurse. Unsere Kurse kosten im Monat 35,00 €.

Sollte Ihr einen Probeunterricht wahrnehmen wollen, so beachtet bitte, daß in den Ferienzeitenund an Feiertagen keine Kurse stattfinden.

Die Früherziehung findet am Nachmittag unseren Räumen in der Christburger Str. 45, Käthe-Niederkirchner-Str. 9 und in der Schönfließer Str. 18 statt.

Elternbrief

Musikalische Früherziehung (MFE) – was ist das?

MFE ist eine Unterrichtsform für Kinder im Vorschulalter (Alter 4 bis 6 Jahre), die eine altersgerechte musikalische Erziehung in der Gruppe ermöglicht und Kinder auf einen aktiven Umgang mit der Musik vorbereitet.

Was machen die Kinder bei MFE eigentlich?

…werden Lehrer häufig von den Eltern gefragt. Mit wenigen Worten könnte man sagen: Sie singen, musizieren gemeinsam auf einfachen, teilweise selbstgebastelten Instrumenten. Sie setzen Musik in Bewegung, Tanz und selbstgemalte Bilder um. Sie hören in der MFE Stücke aus verschiedenen Stilrichtungen und begegnen auch der Musik aus fernen Ländern und Kontinenten.

Welche Inhalte werden vermittelt?

In unserer Arbeit folgen wir den Empfehlungen des Lehrplans des Verbandes deutscher Musikschulen. Mit verschiedenen Konzepten füllen wir die dort genannten Inhalte, u.a. Bewegung, Gesang, Musikhören, aus und setzen dabei auch eigene Akzente.

Was meint BEWEGUNG bei MFE?

Dieses elementare Bedürfnis von Kindern nimmt in der MFE viel Raum ein. Die Kinder erfassen durch die eigene Bewegung die Eigenschaften der Musik, und sie wird mit dem ganzen Körper erfasst. Eine Aufgabe in den ersten Stunden in der MFE lautet etwa: „Bewegt euch zur Musik und stoppt, wenn sie eine Pause macht.“ Schwieriger wird es, wenn die Kinder sich nach der Musik bewegen sollen. Können sie dazu eher hüpfen, schleichen oder sollten sie sich drehen? Im Unterricht lernen die Kinder, die eigenen Bewegungen zu differenzieren und ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern. Generell gilt: Nicht schulischer Drill sondern spielerische Bewegungen stehen im Zentrum von MFE!

Gesang: hoch und tief, laut und leise und nicht nur Kinderlieder!

Die Kinder experimentieren mit der eigenen Stimme, imitieren Geräusche, Tierstimmen und Instrumentalklänge. Der Lehrer lässt spielerisch Stimmbildungsübungen einfließen und achtet dabei auf den behutsamen Umgang mit der Stimme. Auch die Sprache besitzt in der MFE einen hohen Stellenwert. Die Kinder beschreiben Gehörtes, die eigenen Empfindungen und erarbeiten im gemeinsamen Gespräch Spielabläufe bzw. hören sich gegenseitig zu.

Wie hören die Kinder in MFE Musik?

Die MFE arbeitet mit verschiedenen Übungen durch die Kinder über die eigene Bewegung Tempo, Dynamik und den Charakter der Musik spielerisch erfassen. Im Unterricht werden Musikstücke verwendet, die klangmalerisch kleine Geschichten beschreiben. Die Kinder erzählen sie nach oder malen ihre Eindrücke auf Papier. Gemeinsam hören sie Musik aus unterschiedlichen Epochen und fremden Kulturen, aus modernen Richtungen wie Jazz, Pop oder Latin. Durch diese vielfältigen Hörbeispiele lernen die Kinder auch die einzelnen Musikinstrumente kennen. Sie können diese, wie ihre selbst gebastelten Instrumente ausprobieren.

Welche Instrumente werden bei der MFE verwendet?

MFE nutzt Instrumente, die einfach und ohne besondere Spieltechnik von Kindern zum Klingen gebracht werden können. Dazu gehören Fellinstrumente wie Trommeln aller Art, u.a. Handtrommeln, Pauken, große Trommeln, Bongos. Das „Metall“ wird durch Becken verschiedener Größen, Cymbeln, Triangeln und Gongs vertreten. Die in MFE verwendeten Blasinstrumente sind Lotusflöten, Blockflötenköpfe und Kazoos. Kurze trockene Holzklänge werden mit Klanghölzern, Holzblock- und Röhrentrommeln erzeugt. Der Einsatz dieser elementaren Instrumente setzt sich bei der Gesangserziehung der Kinder im Rahmen der MFE fort. Kurze Verse und Geschichten werden in Töne übersetzt, von Bewegungen der Kinder begleitet und einfache Rhythmen eines Abzählreimes auf Instrumente übertragen. Allmählich können Stücke selbst erfunden und Klangpartituren abgespielt werden.

Lernt mein Kind auch Noten?

In MFE verwenden die Kinder selbst gefundene und erfundene graphische Zeichen, die Tonhöhen, ihre Dauer und Lautstärke bezeichnen. Damit wird das Verständnis für vorgegebene Partituren und Notationen eröffnet. Bei einzelnen Hörbeispielen werden den Kindern auch Noten gezeigt. Ziel ist dabei nicht das „Notenlesen“, sondern den Zusammenhang zwischen Hör- und Sichtbarem zu vermitteln. Die professionelle musikalische Notation verlangt von Kindern im Vorschulalter einen Grad von Abstraktion, die ihrem Alter unangemessen ist. Es gibt gute Gründe, warum Kinder erst zwischen sechs und sieben Jahren allmählich das Lesen und Schreiben erlernen. Warum sollten sie dann bereits zwei Jahre früher Noten lesen können? Die Eigenschaften der Musik wie hoch-tief, hell-dunkel, laut-leise, hart-weich, lang-kurz können die Kinder mit ihrem Gehör differenzieren und anschließend mit eigenen Zeichen malerisch erfassen. Aus fachlicher Sicht ist dieses Vorgehen sinnvoll, denn dadurch wird das Erlernen der Noten im späteren Alter erheblich erleichtert.

Warum kann der Kindergarten nicht die Aufgaben der MFE übernehmen?

Die Antwort könnte lauten: Weil Musik nur eines der vielen Fächer in der Erzieherausbildung ist und die musikpädagogische Qualifikation von ErzieherInnen nicht annähernd die Qualität von ausgebildeten Früherziehungslehrern erreicht. Dennoch sollte man die Möglichkeiten von ErzieherInnen im Kindergartenalltag nicht unterschätzen. Das können der gemeinsame Gesang in der Gruppe oder das Spiel mit klingenden Materialien und elementaren Instrumenten sein. Für eine fachgerechte Betreuung der Kinder ist allerdings eine viel breitere und fundiertere Fachausbildung notwendig, um besondere musikalische Begabungen oder Defizite der Kinder zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Aus diesem Grund beauftragen Kindergärten häufig Fachkräfte aus der MFE, die eigenen Mitarbeiter bei der musikalischen Erziehung zu unterstützen.