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26Feb2019

TIPPS ZUM ÜBEN VON KASSANDRA PAPAK

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Du hast dich dazu entschlossen, ein Instrument zu erlernen! Herzlichen Glückwunsch, das ist toll! Musik machen auf einem Instrument ist etwas Wunderbares! Es klingt so schön, sieht toll aus und alle bewundern einen, wenn man es kann! Wie schön wäre es, wenn du dein Instrument direkt schon spielen könntest wie ein Meister! Leider geht das nicht so schnell, man braucht viel Geduld und muss etwas dafür tun. Aber ist das eigentlich wirklich schade?

Ein Instrument zu erlernen und darauf zu üben ist nämlich auch etwas Tolles! Es macht Spaß und fördert und fordert uns auf so vielen Ebenen. Alles was du durch das Instrument und Musik machen lernst, nützt dir auch für viele andere Bereiche im Leben. Zum Beispiel trainiert es deine Motorik, also deine Bewegungskoordination von Armen, Beinen und Fingern. Du lernst dich länger zu konzentrieren, logisch zu denken und zu kombinieren. Das ist sowieso gut, hilft dir aber zum Beispiel auch in Mathe. Außerdem lernst du, zielstrebig zu arbeiten und nicht zu schnell aufzugeben. Und natürlich trainierst du deine Ohren, dein Rhythmusgefühl und wirst noch musikalischer als du vorher schon warst! Also was für ein Glück, dass du nicht direkt spielst wie ein Meister, sondern erstmal üben musst, sonst würdest du all die anderen Dinge gar nicht lernen!

Regelmäßiges Üben ist also unumgänglich, wenn man ein Instrument erlernen möchte. Das macht nicht immer Spaß, bringt aber immer was! Hier ein paar Tipps für dich und deine Eltern.

NICHT ALLEINE LASSEN
Das Üben liegt nicht allein in der Verantwortung des Kindes – Du als Mama oder Papa musst dein Kind unterstützen und begleiten. Dabei ist es ganz egal, ob du Ahnung von Musik hast oder nicht. Du kannst mit deinem Kind mitlernen und dich bei Fragen immer an den Lehrer wenden.
REGELMÄSSIG ÜBEN
Versucht direkt von Anfang an das Üben ganz selbstverständlich in den Alltag zu integrieren. Das Üben sollte nicht verhandelbar sein. Dabei gilt: lieber jeden Tag 10 Minuten, als einmal die Woche ganz lang. Versucht
das Üben nicht als „Muss“ zu verpacken, sondern benutzt eher die Worte
„Komm! Wir machen ein bisschen Musik“ o.Ä.
WAS HEISST „ÜBEN“ EIGENTLICH?
Üben heißt nicht einfach nur durchspielen. Wiederhole einzelne Stellen getrennt vom Rest so oft, bis sie klappen und übe dann die Übergänge zum Rest. Gerade bei dieser Fleißarbeit ist es ganz wichtig, dass ihr als Eltern da-bei seid. Diese Genauigkeit können wir von unseren Kindern nicht erwarten, das müssen sie mit eurer Hilfe lernen.
NICHT AUFGEBEN!
Manchmal ist es wie verflixt! Eine Stelle will und will einfach nicht klappen! Da kann man sich schon mal ärgern, aber meistens bringt das nix. Du kannst dich zwar nicht mehr daran erinnern, aber als du noch klein warst, ein Baby, da konntest du z.B. noch nicht laufen. Du hast es versucht und bist umgefallen, du hast es nochmal versucht und bist wieder umgefallen. Aber du hast es trotzdem immer wieder versucht und hast nicht aufgegeben! Jetzt kannst du prima laufen, sogar richtig schnell!
LANGSAM IST DAS ZAUBERWORT
Warum konntest du nicht direkt laufen? Dein Gehirn und deine Beine mussten die Bewegung erst lernen. Genauso ist das bei einem Instrument: Für dein Gehirn ist das eine ganz neue Bewegung, ganz genau wie das Laufen als Baby. Darum gib‘ deinem Gehirn die Zeit, die es braucht – übe alles erstmal ganz langsam und achte darauf, dass du die Bewegung korrekt ausführst. Du wirst sehen, so geht es dann eigentlich doch ziemlich schnell. Das Gute ist: Auch wenn du gerade nicht übst, übt dein Gehirn weiter, z.B. wenn du schläfst.
Wenn es langsam klappt, versuche es etwas schneller und dann noch ein bisschen schneller. Integriere die Stelle in den Rest des Liedes und achte auf fließende Übergänge.
ABKOPPELN
Übt nicht nur mit dem Instrument, sondern hört, sprecht, klopft, klatscht und singt die Lieder. Übe mal etwas, wo du nur auf die rechte Hand achten musst und dann wieder etwas, wo es nur um die linke Hand geht. Man kann nicht direkt alles gleichzeitig. Überfordere dich nicht. Wenn du die Dinge vonein-ander trennst, sind sie viel schneller und leichter wieder zusammen zu führen!
HÖR DIR ZU
Überlasse die Verantwortung nicht nur deinen Eltern. Höre dir selbst genau zu beim spielen. Spiele ich sauber? Kratzt oder schnarrt es? Klingen z.B. Saiten mit, die nicht mitklingen sollen? Und falls ja, woran liegt es? So entwickelst du bald ein gutes Empfinden für Klang, für „Sound“. Sei auch hier trotzdem nicht zu streng mit dir, wenn du gerade erst dabei bist, die Melodie des Stückes zu lernen, ist es nicht schlimm, wenn es dabei mal kratzt oder quietscht.
HALTUNG
Ganz wichtig ist eine gute Haltung! Zum einen lernst du dadurch schneller, das Instrument gut zu spielen, außerdem ist es auch wichtig für deine Gesundheit. Du sollst keine Schmerzen beim Musik machen haben! Achtet also zusammen darauf, dass du – je nach Instrument – gerade stehst oder sitzt, dass du dich nirgendwo verkrampfst, also alles ganz locker und be-weglich ist. Unterbrecht gerade am Anfang oft, schüttle zwischendurch alles aus und dann probierst du es nochmal. Wenn ihr mal vergesst, wie man das Instrument und/oder den Bogen halten muss, guckt euch einfach Bilder oder Videos im Internet an und macht es nach.
MOTIVATION
Es ist nicht immer leicht, motiviert zu bleiben, gerade Üben zu Hause kann schon mal zu Streit und Frust bei Eltern und Kindern führen. Manchmal wird es sich nicht vermeiden lassen, versucht euer Kind aber immer wieder zu ermuntern. Wichtig ist es, nicht den Kontext zu verlieren. Ganz am Anfang hat das alles noch recht wenig mit richtigem Musik machen zu tun. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr euer Kind und euch selbst daran erinnert, dass es aber genau darum geht: um die Musik! Einfach ein Instrument zu lernen, macht keinen Sinn, wenn man sonst überhaupt nichts mit Musik zu tun hat.

– HÖRT VIEL MUSIK und unterhaltet euch ab und an darüber, was ihr da hört
– GEHT AUF LIVE-KONZERTE
– NUTZT PLATTFORMEN WIE YOUTUBE Gerade Letzteres eröffnet der heutigen Generation so viele Möglichkeiten. Dort gibt es z.B. auch viele Videos von musizierenden Kindern, was für Kinder meist noch interessanter ist.

Nur wenn man weiß, wofür man übt, kann man auf Dauer motiviert bleiben!

VIEL SPASS UND ERFOLG AUF DEINEM MUSIKALISCHEN WEG!

Eure Kassandra

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