Judith Wagner

Mein Herz schlägt für die Musik. Beim Unterrichten ist für mich die individuelle Herangehensweise sehr wichtig, denn jeder Mensch ist einzigartig und verdient es, erkannt zu werden. Ich komme aus einer musikalischen Familie. Meine Großmutter war Organistin und Pianistin, meine Tanten und Onkel väterlicherseits sind Profimusiker oder Musiklehrer, mein Vater sang jahrelang in der Berliner Domkantorei. Ich selbst habe meine musikalische Früherziehung im Haus der jungen Talente (HdjT), dem heutigen Podewil, genossen. Früh kam ich in Kontakt mit diversen Instrumenten und Liedern aus aller Welt. Eine solide musikalische Grundausbildung bekam ich an der Georg-Friedrich-Händel-Oberschule, welche auch heute noch ein Gymnasium mit musikalischem Schwerpunkt ist. Dort hatte ich durchgehend Stimmbildungs- und Klavierunterricht und sang im Rundfunkkinderchor Berlin. Wir machten Rundfunkaufnahmen im Funkhaus in der Nalepastrasse, sangen bei einem „Kessel Buntes“ und zu Weihnachten im Schauspielhaus Berlin und unternahmen Konzertreisen - meine weiteste führte uns nach Amerika. Eine intensive Pubertät weckte mein Interesse für die wilde Seite der Musik. Janis Joplin, Queen, Neil Young, Mötörhead, Led Zeppelin und natürlich - nicht ganz so wild, aber musikalisch wirklich nahrhaft - The Beatles. Ich brannte aber auch für Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Bossa Nova und für zarte und zerbrechliche Klänge im Pop. Der Techno winkte mir von Weitem zu und zog weiter. Bei Drum and Bass war ich jedoch wieder dabei. Ich sang und spielte in den 90er Jahren in diversen Formationen, von denen die abgefahrenste wohl die „Tchechischen Jazz-Session Messengers“ waren. Auf Entdeckungsreisen nach Spanien, Frankreich, Indien etc. war meine Gitarre meine ständige Begleiterin. Für meine stimmliche Entwicklung nahm ich alles in mich auf - ich hatte mehre private Gesangslehrer und verschlang Literatur über Aufbau und Funktionsweise, Herangehensweise und Umgang mit dem Phänomen Stimme. Am meisten weitergebracht hat mich das Stimmtraining nach Kirstin Linklater „freeing the natural voice“. Die Kurve zum Unterrichten. Hm. Nachdem ich auf dem 2. Bildungsweg das Abitur gemacht hatte, kam im Philosophiestudium ein Kommilitone auf mich zu und meinte, er spiele in einem Theaterstück Bass und die Schauspielerin würde gerne singen, bräuchte aber ein paar Stunden Gesangsunterricht - und ich würde doch Musik machen! Voila - das war meine erste Gesangsschülerin im Jahr 2009. Mittlerweile unterrichte ich seit 2011 glücklich an der Musikschule Tomatenklang und privat. Lernen ist herausfinden, was du bereits weißt. Handeln ist zeigen, daß du es weißt. Lehren ist andere wissen lassen, daß sie es genauso gut wissen wie du selbst. ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Richard Bach